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So wie auch jede Reise einer gründlichen Vorbereitung bedarf, ist auch eine reisemedizinische Beratung von großer Wichtigkeit.
Häufig werden für eine Urlaubsreise mehrere hundert Euro ausgegeben, aber an der notwendigen gesundheitlichen Vorsorge wird gespart.
Dabei gilt: Je entlegener das Reiseziel und je individueller die Reise um so intensiver muß die Gesundheitsvorsorge sein. Aber auch in den nahe gelegenen Mittelmeerländern lauern schon gesundheitliche Gefahren, wie der nebenstehende Artikel zeigt. Impfungen gegen verschiedene Krankheiten schaffen Sicherheit vor gefährlichen Infektionen, die unter Umständen lebenslange Folgen haben können. Inzwischen übernehmen einige Krankenkassen auch die Kosten für diese Impfungen. Die individuelle Beratung zu Ihrem Reiseland und Ihren persönlichen Risiken müssen allerdings privat bezahlt werden.
Hier finden Sie eine aktuelle Liste der Krankenkassen, die Reiseimpfungen übernehmen. Auch bei Kassen, die hier nicht aufgeführt sind, lohnt sich eine Nachfrage zur Kostenerstattung.

Vor einer geplanten Reise sollten Sie sich deshalb unbedingt beraten lassen. Dies sollte frühzeitig vor Reiseantritt (mindestens 4 Wochen) geschehen. Impfungen sollten immer rechtzeitig geplant werden. Manche Impfungen können kombiniert werden oder auch gleichzeitig erfolgen. Bei anderen Impfungen sind teilweise Zeitabstände einzuhalten. Weiterhin gibt es Altersgrenzen, chronische oder akute Erkrankungen und andere individuelle Umstände, die es zu beachten gilt. Unsere Informationen sollen Ihnen dabei behilflich sein, sich rechtzeitig einen Überblick über die erforderlichen Impfungen zu verschaffen.

Ungewohnte klimatische Bedingungen, fremde Speisen und Getränke und die eventuelle Zeitumstellung bedeuten eine Belastung für den Körper. Schwangere, Kinder, ältere Menschen oder auch chronisch Kranke sind bei größeren Veränderungen in besonderem Maße beansprucht. Bei sorgfältiger Reisevorbereitung und Berücksichtigung einiger Verhaltensregeln vor Ort, können jedoch eine Vielzahl von Gesundheitsrisiken vermieden oder zumindest reduziert werden.
Unsere Ratschläge sollen Ihnen dabei behilflich sein, eine gute und gewissenhafte Reisevorbereitung treffen zu können.
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Tauch- und Strandurlaub außerhalb Europas


Hier sehen Sie einige Beispiele über erforderliche Impfungen bei einem Tauch- oder Strandurlaub (Zeitschrift Tauchen 4/07). Diese Empfehlungen können eine individuelle Beratung nicht ersetzen, sondern zeigen nur exemplarisch, welche Impfungen nötig sind.
Außerdem können die Anforderungen bei einem Aufenthalt abseits der Touristenhotels wesentlich höher sein.

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Die wichtigsten Krankheiten in der Reisemedizin

Im Folgenden werden die wichtigsten Krankheiten, von denen man im Urlaub betroffen sein kann, vorgestellt.
Darüber hinaus ist ein Impfschutz gegen Krankeiten wie Tetanus, Diphtherie, Polio, und Masern, gegen die man auch zu Hause geschützt sein muss, selbstverständlich. Diese Krankheiten werden auf der Seite Schutzimpfungen vorgestellt.

Hepatitis A
Hepatitis B
Typhus
Malaria

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Hepatitis A

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Die Hepatitis A ist eine weltweit vorkommende Virusinfektion, die vornehmlich durch virus-kontaminierte Speisen, z.B. Muscheln, Eis oder Salat übertragen wird. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht vor allem für nicht-immune Personen bei Reisen in Länder mit hohem Hepatitis A-Vorkommen.

Eine Hepatitis A-Impfung ist insbesondere für Reisende in entsprechende Risikogebiete (u.a. die meisten tropischen Gebiete, der Mittelmeerraum und Osteuropa) anzuraten und für Personengruppen in Deutschland aufgrund ihrer persönlichen (z.B. bei chronischer Leberkrankheit) oder beruflichen Situation (z.B. Medizinisches und anderes Fach- und Pflegepersonal im Gesundheitsdienst, Kanalisations- und Klärwerksarbeiter mit direktem Kontakt zu Abwasser) empfohlen.

Geimpft werden können Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr sowie Jugendliche und Erwachsene bereits mit einer Impfung.

Schneller Schutz: Die einmalige Hepatitis A-Impfung sollte etwa 14 Tage vor Reisebeginn erfolgen, wobei die Impfung auch kurz vor der Reise noch möglich ist ("last minute").

Langer Schutz: Für einen langfristigen Schutz sollte die Impfung bei Erwachsenen und Kindern nach 6 bis 12 Monaten aufgefrischt werden; der Impfschutz hält dann mindestens 10 Jahre.
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Hepatitis B

Hepatitis B

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Hepatitis B (oder auch Gelbsucht) ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Die Hepatitis B-Viren (HBV) schädigen die Leber, welches unter Umständen zu einer chronischen Erkrankung werden kann oder gar zum Tod führt. Die Zahl der chronischen Träger des Hepatitis B-Virus wird weltweit auf 300 bis 420 Millionen geschätzt.

Das Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten von infizierten auf gesunde Menschen übertragen. Kleinste Speichelmengen (z.B. beim Küssen oder beim gemeinsamen Gebrauch der Zahnbürste), Sperma und weibliche Genital-Sekrete sind Überträger-Stoffe. Der Austausch findet vorwiegend über die Schleimhäute oder Hautverletzungen (z.B. Nadelstich) statt. Die Hepatitis B wird vor allem durch Sexualkontakte weitergegeben. Schwangere Frauen können ihr Kind auch schon während der Geburt infizieren oder beim Stillen durch die Muttermilch.
Da die Hälfte aller Hepatitis B-Erkrankungen für die Betroffenen fast unmerklich verläuft, können diese ihre Umgebung unbemerkt anstecken. Bei ca. 10 % der erwachsenen Infizierten wird die Erkrankung chronisch, das heißt, sie heilt nicht mehr aus. Dadurch entsteht eine nicht unerhebliche Ansteckungsgefahr, da die Mehrzahl der chronisch infizierten HBV-Träger keine symptomatische akute Hepatitis durchgemacht hat und somit, ohne es zu wissen, sehr infektiös sein kann. Die Zahl der chronischen Hepatitis B-Träger wird weltweit auf etwa 300 bis 420 Millionen geschätzt. In tropischen und subtropischen Ländern Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas sowie in Süd- und Osteuropa können bis zu 30 % der Bevölkerung chronische Träger des Hepatitis B-Virus sein. In Deutschland treten schätzungsweise pro Jahr zwischen 1.000 und 2.000 Hepatitis B-Neuinfektionen auf.

Seit 1995 werden Säuglinge routinemäßig gegen Hepatitis B geschützt. Bei Jugendlichen, die noch nicht grundimmunisiert sind, sollten die entsprechenden Impfungen möglichst vor der Pubertät, spätestens aber bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden.
Möglicherweise garantiert der durch eine Grundimmunisierung erreichte Schutz keine lebenslange Immunität. Deswegen sind Auffrischimpfungen in Abhängigkeit von der Menge der Antikörper im Blut (Antikörper-Titer) und dem bestehenden Infektionsrisiko einer Person empfohlen. Gegenwärtige wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen allerdings für einen sehr lang anhaltenden Impfschutz.
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Typhus

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Typhus ist eine weltweit verbreitete, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Salmonellen-Bakterien ausgelöst wird. Das höchste Risiko für eine Infektion besteht in den Ländern Afrikas, Südostasiens, Latein- und Südamerikas.
Ein besonderes Risiko einer Typhus-Erkrankung besteht für Rucksack-, Abenteuer- und Trekking-Reisende (in Endemie-Gebieten), Personen, die länger in Typhus-Endemie-Gebieten leben sowie für Menschen mit Krankheitsfällen in der Umgebung.
Geimpft werden können Kinder ab dem 2. Lebensjahr sowie Jugendliche und Erwachsene mit einer einfachen und gut verträglichen Schluckimpfung.

Eingenommen werden jeweils ca. 1 Stunde vor dem Essen insgesamt 3 Kapseln im Abstand von je zwei Tagen. Die Impfung sollte mindestens 10 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Durch die Schluckimpfung wird nicht nur der Geimpfte selbst geschützt, sondern auch seine Umgebung.
Die Schutzwirkung hält bis zu drei Jahre. Bei wiederholten Reisen in Typhus-Gebiete sollte die Impfung jährlich nach gleichem Schema aufgefrischt werden, bei einem ständigen Aufenthalt in Typhus-Gebieten reicht eine Auffrischung alle drei Jahre.
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Malaria

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Das klassische Hauptsymptom der Malaria ist periodisch alle zwei bis drei Tage auftretendes Fieber. Allerdings kann die Malaria tropica, die schwerste Form der Malaria, ohne typisches Wechselfieber verlaufen. Vor allem zu Krankheitsbeginn können Fieberschübe mild sein und an Symptome einer einfachen Erkältung erinnern. Das macht die Diagnose der Malaria tropica besonders im Anfangsstadium schwierig. Dies ist der Grund dafür, dass auch heute noch unter den Urlaubsrückkehrern Todesfälle auftreten. Allein in Deutschland sind es in jedem Jahr zwischen 10 und 20 Fälle. 95 Prozent aller Malariatodesfälle gehen auf die Malaria tropica zurück.

Malaria ist eine der weit verbreitesten Infektionskrankheiten des Menschen. Jährlich treten weltweit schätzungsweise 200 Millionen Neuinfektionen auf. In vielen Ländern Südostasiens, Mittel- und Südamerikas ist Malaria weitgehend auf ländliche Gebiete beschränkt. In Afrika oder Indien macht Malaria aber auch vor Großstädten nicht Halt. In Höhen über 1.500 Meter ist das Malaria-Risiko gering, in heißen Klimazonen kann Malaria jedoch bis in Höhen von 3.000 Meter auftreten.

Nach Deutschland werden pro Jahr etwa 1.000 Fälle von Malaria eingeschleppt, vor allem Malaria tropica. Die meisten Erkrankungen werden im tropischen Afrika erworben. Zum überwiegenden Teil nahmen diese Patienten keine, unzureichende oder ungeeignete Präparate ein.

Wegen der zunehmenden Verschlechterung der Malariasituation ist es wichtiger als je zuvor, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört nicht nur die Chemoprophylaxe (s. u.), sondern auch der mechanische Schutz vor Moskitostichen

Tipps: - von der Dämmerung bis zum Morgengrauen nach Möglichkeit in geschlossenen Räumen aufhalten, denn die Moskitos sind dämmerungs- und nachtaktiv.
- Bei Aufenthalt im Freien nach Sonnenuntergang langärmelige Kleidung, lange Hosen etc. tragen und dabei dunkle Farben vermeiden, da sie Moskitos anziehen.
- Unbedeckte Hautstellen mit geeigneten insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien) einreiben, dabei ist besonders für Kleinkinder die Gebrauchsinformation des jeweiligen Herstellers zu beachten
- Unter einem Moskitonetz schlafen und darauf achten, dass das Netz an allen Seiten unter die Matratze geschlagen ist, dass es keine Löcher hat und sich keine Moskitos darunter befinden; der Wirkungsgrad kann durch eine Imprägnierung erhöht werden

Eine Impfung gegen Malaria gibt es noch nicht. Sie können sich jedoch vor der Krankheit schützen: durch regelmäßiges Einnehmen von Medikamenten sowie Maßnahmen gegen Mückenstiche.
Bei der Einnahme der Tabletten ist zu bedenken, dass ihre Wirkung nicht sofort eintritt und die Malaria-Erreger noch eine längere Zeit - ohne Krankheitszeichen hervorzurufen - im Körper überleben können. Deshalb müssen Sie bereits vor Beginn der Reise die Tabletten regelmäßig nehmen. Die Einnahme muss - je nach Präparat - noch eine bis vier Wochen nach der Rückkehr weitergeführt werden.
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Weiterführende Links


Auf diesen Internetseiten finden Sie weitere interessante Informationen zur Reisemedizin und Gesundheit.
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